Zahnprobleme können auf Diabetes hinweisen

Zahnprobleme können auf Diabetes hinweisen

In den Niederlanden haben etwa 1,2 Millionen Menschen Diabetes. Ein Fünftel dieser Menschen weiß es jedoch nicht. Sie haben einen versteckten Diabetes. Manchmal dauert es Jahre, bis jemand mit Diabetes diagnostiziert wird, weil die Symptome vage sind oder manchmal überhaupt nicht auftreten. Andere gesundheitliche Probleme können jedoch auf Diabetes zurückgeführt werden, auch wenn sie scheinbar nichts mit dieser chronischen Erkrankung zu tun haben. Ein Beispiel ist die Parodontitis, eine Entzündung des Zahnfleisches und möglicherweise auch des Kieferknochens. Zwischen 20 und 30 Prozent der Diabetiker leiden zu einem gewissen Grad an Zahnfleischentzündungen. Und weil “gesunde” Menschen häufiger zum Zahnarzt gehen, als sie ihre Blutzuckerwerte mit einem Blutzuckermessgerät kontrollieren, bieten die Zähne die Möglichkeit, Diabetes schneller zu erkennen.

Parodontitis

Warum leiden Diabetiker häufiger an Entzündungen der Zähne? Dies ist auf einen hohen Blutzuckerspiegel zurückzuführen. Der Körper versucht, den Zucker über den Urin loszuwerden, was zu erhöhtem Durst und einem trockenen Mund führt. Dies bedeutet, dass weniger Speichel vorhanden ist. Und das schützt die Zähne und das Zahnfleisch. Wenn diese verloren geht, steigt das Risiko von Karies, Pilzinfektionen und Zahnfleischerkrankungen. Zumal der wenige Speichel auch einen zu hohen Zuckergehalt hat. Darüber hinaus führt ein zu hoher Blutzuckerspiegel zu einer Schädigung der Blutgefäße, was wiederum eine Verschlechterung der Durchblutung zur Folge hat. Wunden und Entzündungen heilen weniger schnell.

Zahnprobleme bei Diabetes-Patienten

Zahnärzte und Dentalhygieniker können eine wichtige Rolle bei der Früherkennung von Diabetes spielen. Mit einer Taschensonde wird auf Zahnstein und Entzündungen untersucht. Anschließend werden die Wurzeloberflächen der Zähne gründlich gereinigt. Wenn entzündetes Zahnfleisch nicht behandelt wird, wird die Entzündung tiefer werden. Es kommt dann zu einer chronischen Zahnfleischentzündung, die zum Verlust von Zähnen führen kann. Die Entzündung wird durch mangelndes Zähneputzen und Verwendung von Zahnseide verursacht. Das Zahnfleisch schützt den Kieferknochen und die Wurzeln der Zähne. Es ist die Plaque zwischen dem Zahn und dem Zahnfleisch, die die Entzündung verursacht. Die Bakterien können dann in das Blut gelangen. Diese Bakterien enthalten ein Protein, das Verstopfungen in den Blutgefäßen und Arterien verursacht. Dadurch entsteht ein Teufelskreis. Die Schädigung der Blutgefäße führt zu einer Entzündung, die wiederum Schäden an den Blutgefäßen verursacht.

Vorbeugung von Zahnfleischerkrankungen

Eine Entzündung des Zahnsteins kann auf verschiedene Weise verhindert werden. Für Diabetiker ist dies besonders wichtig, da sie einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind. Zunächst einmal ist es wünschenswert, mit dem Rauchen aufzuhören, da das Nikotin die Durchblutung des Zahnfleisches hemmt. Versuchen Sie außerdem, nicht mehr als siebenmal am Tag zu essen und zu trinken. Dies gibt dem Körper die Möglichkeit, die schädlichen Säuren aus der Nahrung mit Speichel zu neutralisieren. Auch der Verzehr von Gemüse unterstützt die Mundflora. Außerdem hat Wasser eine reinigende Wirkung. Trinken Sie also genug. Durch das Putzen und die Verwendung von Zahnseide wird der Zahnbelag reduziert, wodurch sich weniger Zahnstein bilden kann. Schließlich ist es ratsam, weniger Zucker und Stärke zu essen, da diese die Bildung von Plaque fördern.

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